L'Hebdo - Schweiz | Donnerstag, 24. Januar 2008
Jacques Pilet über den letzten Zeugen des Ersten Weltkriegs
"Das Leben des 1897 geborenen Lazare Ponticelli gleicht einem europäischen Erbauungsroman", schreibt Jacques Pilet über den letzten noch lebenden französischen Soldaten des Ersten Weltkriegs. "Er wurde in Italien geboren, das er mit zehn Jahren verlässt... 1914 schreibt er sich bei der Fremdenlegion ein und wird bald darauf an die Front geschickt... Beim Ausbruch des Zweiten Weltkrieges meint man, er sei zu alt für den Kampf. Also engagiert er sich in der Résistance. Anschließend verbringt er viel Zeit an Schulen und mit Interviews und erinnert daran, wie die Geschichte wirklich war... Lazare Ponticelli lässt uns von einem Mann träumen, der ähnlich wie er, in einem halben Jahrhundert einen ebenso klaren Blick auf die jüngsten Kriege wirft. Ein Ex-Jugoslawe etwa, der EU-Bürger geworden ist und vom Morden auf dem Balkan erzählt - und dabei denselben Eindruck von Absurdität und der Abscheu vermittelt."
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