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Gazeta Wyborcza - Polen | Mittwoch, 6. Februar 2008

Streit um Zentrum gegen Vertreibungen beigelegt

Nach neunjähriger Debatte wurde gestern der Streit zwischen Deutschland und Polen um das Zentrum gegen Vertreibungen in Berlin offiziell beigelegt. Polen wird sich an der geplanten Dokumentationsstätte in Berlin formal nicht beteiligen, eine Mitarbeit polnischer Historiker wurde aber nicht ausgeschlossen. Bartosz T. Wieliński bleibt skeptisch: "Der gestrige Kompromiss... hat die Diskussion über einen Erinnerungsort für die Vertreibungen nicht beendet. Der Streit dauerte zu lange. Zu viele Politiker in Polen und in Deutschland hegen gegenseitige Animositäten, als dass die gestrigen Vereinbarungen sie zum Schweigen bringen könnten. Politiker der [polnischen Partei] PiS werden die Regierung weiterhin an den Pranger stellen wegen einer angeblichen Kapitulation vor Deutschland. Der deutsche Bund der Vertriebenen wird aufschreien, dass er und nicht die deutsche Regierung diktieren will, wie man an Deportationen erinnert."

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