Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 7. Februar 2008
Misstrauensabbau nach Debatte um Zentrum gegen Vertreibungen
Deutschland und Polen haben diese Woche den Streit um ein Zentrum gegen Vertreibungen in Berlin beigelegt. Stefan Dietrich kommentiert: "Als Affront gegen Polen war diese längst überfällige Trauerarbeit für den untergegangenen deutschen Osten nie gedacht - auch nicht von [der Präsidentin des Bundes der Vertriebenen] Frau Steinbach, die mit ihrer Stiftung die Initialzündung dazu gab. So wurde es aber von deutschen Politikern dargestellt, die in Polen Stimmung dagegen machten. Mussten wirklich erst die deutsch-polnischen Beziehungen in Trümmer gelegt werden, bis sich die Einsicht Bahn brechen konnte, dass es beiderseits nicht am Willen zur Wahrhaftigkeit fehlt? Das tiefe Misstrauen, das diese Debatte beherrschte, ist nur durch Aufklärung zu überwinden. Dafür brauchen wir - Deutsche, Polen, Tschechen und andere - dieses Zentrum."
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