The Times - Großbritannien | Freitag, 8. Februar 2008
Der Erzbischof und die Scharia
Die Tageszeitung kritisiert den Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams. "Was er gestern getan hat, war wenig sensibel. Er sagte, es sei vermutlich 'unvermeidlich', dass Teile der Scharia in das britische Recht aufgenommen werden und rief zu einer 'konstruktiven Anpassung an einige Aspekte des muslimischen Rechts' auf - wie zum Beispiel bei der Lösung von Ehekonflikten. Muslime sollten sich nicht zwischen 'den Alternativen Loyalität mit der eigenen Kultur oder Loyalität mit dem Staat' entscheiden müssen. Diese Anmerkungen sind überraschend... Es ist für diese Demokratie grundlegend, dass das gleiche Recht für alle gilt. Menschen verschiedenster Glaubensrichtungen - Juden, Hindus, Sikhs - haben sich glücklich in England niedergelassen, ohne neue Gesetze für sich zu fordern... In Großbritannien ist jeder vor dem Gesetz gleich. Alles was dieses Gleichgewicht in eine Schräglage bringt, sollte vollkommen inakzeptabel sein... 2001 hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden, dass die Scharia nicht mit der Europäischen Menschenrechtskonvention vereinbar ist."
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