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Le Monde - Frankreich | Samstag, 16. Februar 2008

Marek Halter gegen einen Schriftsteller-Boykott

In Italien sorgt eine Petition für Wirbel. Sie ruft zum Boykott israelischer Schriftsteller bei der Buchmesse in Turin vom 8. bis 12. Mai auf, bei der Israel Gastland ist. Unterzeichnet hat sie unter anderem Literaturnobelpreisträger Dario Fo. Der französische Schriftsteller Marek Halter findet das nicht richtig: "Chateaubriand meinte, wenn es einen Grund gebe, warum das jüdische Volk als einziges von der Antike bis heute überlebt hat, dann sei es seine Verwurzelung in der Welt der Bücher... Alle, die den Tod der Juden wollten, haben damit angefangen, ihre Bücher zu zerstören. So war es zur Zeit Ludwig IX., genannt der Heilige, bis zum 13. Jahrhundert, als Talmud-Rollen auf der Pariser Place de Grève brannten, und auch noch zwei Jahrhunderte später, während der spanischen Inquisition bis hin zu den Bücherverbrennungen der Nazis... Ist die Auslöschung der israelischen Literatur der erste Schritt [zur Auslöschung Israels]? Gibt es immer Intellektuelle, die sich zu Komplizen einer solchen Schändlichkeit machen lassen?"

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 18. Februar 2008

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