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Financial Times - Großbritannien | Dienstag, 19. Februar 2008

Deutschland ermittelt gegen Steuerflüchtlinge

In Deutschland wird derzeit gegen tausende wohlhabende Steuerpflichtige ermittelt, die im Verdacht stehen, Geld am Fiskus vorbei ins Steuerparadies Liechtenstein geschafft zu haben. Prominentester Verdächtiger ist der Chef der Deutschen Post, Klaus Zumwinkel, der am Freitag zurückgetreten ist. Die Zeitung schreibt: "Das deutsche Problem mit der Steuerflucht hat etwas mit dem deutschen Steuersystem zu tun. Auch wenn die Abschaffung der Vermögenssteuer die Lage verbessert hat, liegt der Spitzen- und Erbschaftssteuersatz bei fast 50 Prozent. Selbst eine strikte Kontrolle wird die Steuerflucht nicht beenden, wenn Steuer als Strafe verstanden wird. Aber die Regierungen haben recht, wenn sie darauf bestehen, dass, wer im Lande lebt und von den öffentlichen Leistungen profitiert, auch Steuern zahlen muss. Deshalb müssen die Regierungen gegen Gesetze wie in Liechtenstein vorgehen, die Steuerflucht begünstigen."

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