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Le Temps - Schweiz | Mittwoch, 12. März 2008

Die Genfer wollen keinen italienischen Müll

Der neapolitanische Müll wird nicht in Genf verbrannt, so hat es die Verwaltung des Kantons Genf nach massiven Protesten der Bevölkerung beschlossen. Yelmarc Roulet bedauert diese Entscheidung: "Die Emotionen haben ihren Teil zu diesem Rückzieher beigetragen. Alles richtet sich nach dem gesunden Menschenverstand. Auf den ersten Blick erscheint es tatsächlich dumm, halb Europa mit Haushaltsmüll zu durchqueren, einem hausgemachten Produkt. Der Grund dafür ist vielleicht auch nicht sofort einleuchtend. Aber der internationale Müllentsorgungs-Markt ist ökonomische Realität, daran wird die Genfer Entscheidung auch nichts ändern. Und ist dieses Geschäft im Übrigen weniger legitim als der Handel mit Früchten und Gemüse oder Baumaterialien? Haushaltsmüll ist ein Rohstoff, den Umwandlung in Energie veredelt, wenn er in technisch fortschrittlichen und sicheren Verbrennungsanlagen verarbeitet wird."

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