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L'Hebdo - Schweiz | Donnerstag, 13. März 2008

Grüner Protektionismus in der Schweiz

Chantal Tauxe bedauert die Weigerung der Genfer Behörden, einen Teil des italienischen Mülls zu entsorgen: "Ob nun der Müll aus Neapel in unseren Anlagen verbrannt wird oder nicht, wir haben uns in jedem Fall damit übel beschmutzt. Wir erleben eine neue Art nationalistisch gesinnter Umweltschützer. Ob sie sich nun Grüne nennen oder nur ein entsprechendes Mäntelchen im Wahlkampf umhängen, sie wollen nicht, dass der Müll aus Kampanien hier verbrannt wird, auch wenn das unsere überdimensionierten Verbrennungsanlagen zeitweise rentabel machen würde. Sagen wir es doch ganz offen: Die Italiener sollen ihren Scheiß behalten! Auf einem perfekten und umweltfreundlichen Planeten, wie ihn diese neuen Ayatollahs des richtigen Denkens propagieren, würde man den Müll sicherlich in allernächster Nähe des Ortes, wo er anfällt, entsorgen... Aber angesichts des Klimawandels und der Luftverschmutzung muss man solidarisch sein und sich gegenseitig helfen."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 13. März 2008

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