Information - Dänemark | Freitag, 25. Juli 2008
Die Zukunft der Fortpflanzung
Vor dreißig Jahren wurde Louise Brown, das erste Retortenbaby der Welt, in einer Klinik in Manchester geboren. Die Tageszeitung Information wagt einen Blick in die Zukunft: "Mit der Geburt von Louise Brown wurden die Möglichkeiten der Menschheit, sich fortzupflanzen, auf eine Weise revolutioniert, deren Reichweite damals niemand überschauen konnte. ... Laut der Zeitschrift Nature wird es mit Hilfe von Genmanipulation möglich werden, Hautzellen in Ei- und Samenzellen zu verwandeln und eine künstliche Gebärmutter herzustellen. Das bedeutet: Wenn Louise Brown 60 Jahre alt wird, ist unfreiwillige Kinderlosigkeit abgeschafft, und 100-jährige können Mutter werden; unsere gegenwärtige Diskussion um Design-Kinder erscheint unschuldig angesichts dieser künftigen Möglichkeiten. Die Aussichten mögen erschreckend erscheinen, und der Drang, sich gegen die Entwicklung zu stellen, mag verlockend sein, wenn das Ganze allzu kompliziert wird. Wir sehnen uns nun ... zurück, romantisieren ein Leben in Übereinstimmung mit den Gesetzen der Natur. Doch wir vergessen dabei, dass das Natürliche eine konstante Veränderung ist und dass die Revolution der Fortpflanzungstechnologie, darunter Gentechnik und Stammzellenforschung, auch phantastische Möglichkeiten birgt, um unser Leben hier auf Erden noch besser zu gestalten."
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