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Evenimentul Zilei - Rumänien | Donnerstag, 7. August 2008

Kritik an Instrumentalisierung

Nach der Kritik der rumäniendeutschen Schriftstellerin Herta Müller am Rumänischen Kulturinstitut (ICR) in Berlin, das zwei frühere Spitzel der kommunistischen Geheimpolizei Securitate zu einer Veranstaltung eingeladen hatte, soll nun eine parlamentarische Untersuchungskommission die Qualität des ICR überprüfen. Müller wehrt sich in der Tageszeitung Evenimentul Zilei gegen diese Instrumentalisierung ihrer Kritik durch den Chef der Kulturkommission im Senat, Adrian Paunescu, der selbst Hofdichter des kommunistischen Diktators Nicolae Ceauşescus war. "Für mich ist Paunescu die Quintessenz des moralischen Bankrotts, die Personifizierung der kulturellen Prostitution in der Diktatur. Meiner Meinung nach wäre die einzige korrekte Haltung nach dem Sturz des Kommunismus gewesen, dass er 50 Jahre lang schweigt. Es ist schwer, unter den Künstlern jemanden zu finden, der am moralischen Desaster der Ceausescu-Zeit so schuldig ist wie Paunescu. ... Mein Protest galt nicht dem ICR als Institution und nicht der Leistung des Leiters des ICR. Das war niemals mein Ansinnen. ... Wenn mein Protest nun von Paunescu und anderen seiner Art instrumentalisiert wird, dann wird meine Botschaft verkehrt."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 7. August 2008

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