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Le Monde - Frankreich | Mittwoch, 13. August 2008

Die Zeit spielt gegen Kuba

In ihrem Leitartikel kritisiert die Tageszeitung Le Monde die Reformen des neuen kubanischen Präsidenten Raúl Castro: "Seit dem gezwungenen Rückzug von Fidel im Sommer 2006 schreitet der Wandel sehr langsam fort. Sein Bruder und Nachfolger Raúl hatte 'strukturelle und konzeptuelle Veränderungen' versprochen, die auf sich warten lassen. ... Zu den Hindernissen auf dem Weg zu tief greifenden Reformen gehören wirtschaftliche globale Schwierigkeiten, namentlich die Preiserhöhung der Lebensmittel, aber auch politische Bremsen. ... Die berühmte Liberalisierung in Bezug auf Mobiltelefone, die wichtige Agrarreform oder die Verbesserung der öffentlichen Verkehrsmittel stellen echte, aber ungenügende Fortschritte dar. ... Wenn Kuba nicht weiter in der Krise versinken will, muss es das Zögern der Nomenklatura der Castroanhänger überwinden, um das Tempo der Wende zu beschleunigen. ... Raúl ist sich bewusst, dass eine wirkliche politische Liberalisierung einen frischen wirtschaftlichen Wind bringen und eine unerlässliche Normalisierung der Beziehungen zwischen Europa, Lateinamerika und den Vereinigten Staaten sichern würde. Raúl weiß, dass die Zeit gegen ihn spielt. Wird Fidel dies eines Tages eingestehen?"

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 14. August 2008

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