The Irish Times - Irland | Dienstag, 16. September 2008
Deal in Simbabwe
Robert Mugabe, Präsident von Simbabwe, hat mit der Opposition einen Deal getroffen. Die Tageszeitung The Irish Times kommentiert: "Das Abkommen ... ist unzweifelhaft ein großer Schritt vorwärts für Simbabwe, aber es wird die tiefe politische Krise des Landes nicht ... lösen. Die Verteilung der Macht zwischen Präsident Robert Mugabe, Morgan Tsvangirai, den neuen Premierminister, und Arthur Mutanbara ist ein institutionelles Schlamassel, das viel Raum für eine weitergehende Rivalität ... lässt. Wenn der Konflikt einfach in einer anderen Form weitergeht, wird Simbabwe nicht die internationale Hilfe bekommen, die entscheidend ... ist, trotz des Wohlwollens, das dieses Abkommen erzeugen wird. ... Mit einer Inflation, die bei 30 Millionen Prozent liegt, einer Massenarbeitslosigkeit, leeren Geschäften, vier Millionen Leuten, die in Nachbarstaaten geflohen sind, und einem Zusammenbruch der Landwirtschaft ist Simbabwe heute ein gescheiterter Staat nach 28 Jahren Herrschaft der Mugabe-Partei Zanu-PF. ... Dieses Abkommen kann ein Wendepunkt sein, aber nur, wenn es wirklichen Wandel ermöglicht."
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