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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Freitag, 19. September 2008

Gegen Minarette anrennen

Wie der Kampf gegen Moscheen – oft gegen den so genannten Machtanspruch von Moscheetürmen – Europas Nationalisten eint, analysiert die Süddeutsche Zeitung: "Moderne Rechtspopulisten geben sich immer öfter und geschickter bürgernah und moderat. Man sei natürlich für Religionsfreiheit, liest und hört man überall. Die Argumentation geht so: Wer als Muslim im christlich geprägten Europa seine Religion ausüben will, soll das tun, aber bitte in der jeweiligen Landessprache, nach strenger Prüfung und so, dass sich die Mehrheit nie bedroht fühlt – andernfalls drohe Fremdenfeindlichkeit. ... Wie schlagkräftig die aktuelle Allianz der europäischen Nationalisten ist, wird der Kölner [Anti-Islamisierungs-]Kongress zeigen. Wenn es nach dem in diesen Kreisen hochgeschätzten politischen Philosophen Carl Schmitt ginge, dann wäre die umstrittene Moschee in [Köln-]Ehrenfeld für sie schon heute ein Geschenk – weil sie das repräsentiert, was ihre politische Gemeinschaft erst möglich macht: einen gemeinsamen Feind."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 19. September 2008

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