Berliner Zeitung - Deutschland | Mittwoch, 24. September 2008
Neue ETA-Anschläge in Spanien
Spanien ist zu Wochenbeginn von einer Serie ETA-Anschlägen heimgesucht worden, nachdem zwei baskische Separatistenparteien wegen Unterstützung des Terrorismus von der spanischen Justiz verboten worden waren. Die Berliner Zeitung kommentiert: "Seit die Sozialisten das Land regieren, haben erstmals sämtliche im Parlament vertretenen Parteien sowie Unternehmerverbände und Gewerkschaften in einem Kommuniqué die jüngsten Attentate verurteilt. Bislang hatte der konservative Oppositionsführer Mariano Rajoy jede gemeinsame Erklärung verweigert, solange die Sozialisten nicht jeden Dialog mit der ETA ausschließen. Nun ist er zusammen mit Ministerpräsident José Luís Rodríguez Zapatero zum Begräbnis des ermordeten Soldaten erschienen. Ein wichtiges Signal. Die jüngsten Attentate mögen eine Antwort der ETA auf das Verbot zweier ihr nahe stehender Parteien sein. Das jedoch erklärt nicht, weshalb ein Feldwebel sterben muss, wenn ein Richter ein Verbot durchsetzt. Über dessen Zweckmäßigkeit kann man im Übrigen streiten genauso wie über die Opportunität eines Verbotes der [rechtsradikalen] NPD [in Deutschland]. Vielleicht aber waren die Attentate vor allem eine Botschaft an die verunsicherten eigenen Reihen."
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