The Times - Großbritannien | Donnerstag, 25. September 2008
EDF kauft British Energy
Der französische Energiekonzern EDF hat den britischen Atomstromproduzenten British Energy übernommen. Die konservative britische Tageszeitung The Times begrüßt den Kauf, sieht aber auch Probleme: "Als es im Juli erstmals Gerüchte über einen Deal mit EDF gab, scheiterte er. Seine Wiederbelebung, indem man EDF überzeugte, das Angebot für British Energy um neun Prozent zu erhöhen, ist eine erhebliche Leistung. Deshalb beharrte [Wirtschaftminister John] Hutton gestern, dass es einfach keine schlechten Nachrichten neben den guten zu berichten gebe. Wenn das nur wahr wäre. Tatsächlich verrät die Struktur dieses Deals viel über die begrenzte Attraktivität von Atomstrom für den privaten Sektor. EDF hat sich bereit erklärt, alle Unkosten für die Atommüllentsorgung und Stilllegung der Anlagen zu zahlen, die es in Großbritannien baut. Für den Müll, den der Konzern erbt, und für die Stilllegung alter Anlagen wird er jedoch nicht zahlen müssen. Diese Kosten wird der Steuerzahler tragen. Auch wird es nur wenige Planungshürden geben: Der wertvollste Aktivposten, den EDF kauft, ist das Recht, neue Reaktoren an existierenden Standorten zu bauen."
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