Pravda - Slowakei | Donnerstag, 9. Oktober 2008
Ungarische Minderheit protestiert gegen slowakische Schulbücher
Im Streit zwischen Ungarn und der Slowakei geht es jetzt auch um Schulbildung. Ungarn hat sich am Mittwoch im Europaparlament über ein Heimatkundebuch für die ungarische Minderheit beschwert, in dem Ortsnamen ausschließlich auf Slowakisch vorkommen. Die linksliberalen Tageszeitung Pravda findet den Protest legitim: "Der Bildungsminister hat im Januar entschieden, dass die Ortsbezeichnungen ausschließlich in der Staatssprache, also Slowakisch, erfolgen müssen. Der Regierungsrat für die Minderheiten entschied sich für einen annehmbaren und vernünftigen Kompromiss - für die Zweisprachigkeit der Ortsbezeichnungen. Am Ende hat sich der Minister durchgesetzt. ... Die inneren Probleme der Regierung sind für die ungarischen Lehrer und Schüler freilich nicht relevant. ... Andererseits können die in Ungarn lebenden Slowaken von solchen 'Problemen' nicht einmal träumen."
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