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Corriere della Sera - Italien | Freitag, 24. Oktober 2008

Eine Ohrfeige für China

Im Rahmen des Asien-Europa-Treffens (ASEM) zwischen den 27 EU-Ländern und 10 asiatischen Staaten in Peking sieht die Tageszeitung Corriere della Sera die Auszeichnung Hus als Herausforderung an den Gastgeber. "Auch die Menschenrechte waren auf der Tagesordnung vorgesehen ... aber alle hatten weggeschaut, als wollten sie den Notstand übergehen. Der Preis an Hu Jia hat das Programm durcheinander gebracht. [Er ist] eine Ohrfeige Europas an den Hausherrn China, insbesondere weil Peking vorbeugend seine Missbilligung für eine eventuelle Verleihung des Friedenspreises an den demokratischen Aktivisten geäußert hatte. ... [Der chinesische] Regierungssprecher Liu [Jianchao] beschwichtigt nun aber … Die globale Krise richtet die Agenda des ASEM auf den wirtschaftlichen Notstand, und China findet Gefallen daran, dass Europa es einbeziehen will. Die Gipfeltreffen wie das der [G]20 bei [US-Präsident George W.] Bush sind die Verhandlungstische, die China den Menschenrechtsfragen vorzieht."

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