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Magyar Nemzet - Ungarn | Mittwoch, 29. Oktober 2008

IWF wird Ungarn regieren

Die konservative Zeitung Magyar Nemzet fürchtet, dass der IWF künftig die Regierungsgeschäfte in Ungarn übernehmen wird. "Die Geschicke des Landes lenkt fortan der Internationale Währungsfonds. Die Regierung [von Premierminister Ferenc] Gyurcsány wird mithin als Marionettenregierung weiter regieren. ... Unser wahrer Ministerpräsident wird künftig Dominique Strauss-Kahn heißen, der jüngst beinahe wegen einer amourösen Affäre als IWF-Chef abgelöst wurde. Die Affäre könnte uns aber sogar zum Vorteil gereichen, hat doch der IWF-Präsident über seine ungarisch-stämmige Geliebte sicher einiges über unser Land erfahren. ... [Dennoch werden] unsere schlimmsten Alpträume ... nun Wirklichkeit. Die wirtschaftliche Unabhängigkeit – wie es Oppositionschef Viktor Orbán unlängst formulierte – haben wir jedenfalls verloren. Und wenn wir in Zukunft zu hören bekommen, dass wir wegen der IWF-Hilfe immer neue Sparmaßnahmen verwirklichen müssen, denken wir doch an das historische Kuriosum, dass Ungarn innerhalb der EU die einzige Kolonie des Internationalen Währungsfonds ist."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 29. Oktober 2008

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