168 óra - Ungarn | Freitag, 31. Oktober 2008
Armes Island
Nach Ansicht der linksliberalen Wochenzeitung 168 óra wird sich Island nach dem Kollaps der Banken und dem Kurssturz der Krone grundlegend verändern. "Der bisherige Wohlstand Islands ist ebenso auf seine Banken zurückzuführen wie das heutige Elend des Landes. ... Den an den Wohlstand gewöhnten Isländern muss jetzt aus der Patsche geholfen werden. Eine bescheidene Schnellhilfe gab es bereits von den Nationalbanken der Nachbarn Dänemark und Norwegen. Unverhofft hat auch Russland eine überraschend große Kreditsumme in Aussicht gestellt [fünf Milliarden Dollar]. Letzten Endes wird der Rettungsanker aber der Internationale Währungsfonds (IWF) sein. ... Die Isländer werden sich jedenfalls damit abfinden müssen, dass der von den Banken geschaffene Wohlstand Vergangenheit ist. Ihnen bleiben damit die Fischerei, der Tourismus und eventuell der Handel. Leicht möglich, dass Island vom einst teuersten Land Westeuropas zum billigsten wird, wohin es sich lohnt, auf Einkaufstour zu fliegen."
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