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Pravda - Slowakei | Freitag, 7. November 2008

Schlachtruf der ungarischen Minderheit

Nach einem Polizeieinsatz bei einem slowakischen Fußball-Erstliga-Spiel, der sich unter anderem gegen zugereiste ungarische Rechtsradikale richtete, reißen die extremistischen Proteste vor der slowakischen Botschaft in Budapest nicht ab. Heute wollen rechtsextreme Ungarn zudem die Grenze zur Slowakei blockieren. Die Premiers beider Länder, Robert Fico und Ferenc Gyurscány, haben am Rande des Visegrad-Gipfels in Polen keine gemeinsame Sprache zur Bewältigung der Spannungen gefunden. Die linksliberale Tageszeitung Pravda wundert das nicht: "Der Schlüssel für die slowakisch-ungarischen Beziehungen liegt nicht bei Fico und Gyurscány, sondern bei der Führung der ungarischen Minderheit in der Slowakei. Und der kommt es derzeit gelegen, das Feuer am Brennen zu halten. Ihre kürzliche Behauptung, die slowakischen Ungarn müssten um ihr Leben fürchten, war kein Hilfeschrei, sondern ein Schlachtruf."

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