La Repubblica - Italien | Mittwoch, 3. Dezember 2008
Berlusconi rät Journalisten zum Berufswechsel
Die italienische Regierung will die Mehrwertsteuer auf Pay-TV-Abonnements von 10 auf 20 Prozent anheben. Die großen italienischen Tageszeitungen haben diese Maßnahme kritisiert, da Italiens Premier Silvio Berlusconi auch Besitzer der Medienholding Mediaset ist. La Repubblica hebt den autoritären Ton hervor, mit dem sich Berlusconi die Kritik der italienischen Tageszeitungen verbietet. "Sechs Jahre nach dem Edikt von Bulgarien gegen Santoro Biagi und Lutazzi - Journalisten und Satiriker, die aus dem öffentlichen Fernsehen gedrängt wurden - folgt das Albaner Edikt gegen die Herausgeber der Zeitungen. Bei seiner Rückkehr aus Tirana hat Berlusconi ein weiteres Beispiel für sein Verständnis eines liberalen Staatsmannes geliefert. … Die Drohung 'wechselt den Beruf', verrät mehr als nur den kolossalen Interessenskonflikt. ... Hinter den Worten des Cavaliere verbirgt sich tatsächlich eine totalitäre Vision der Demokratie, die zwischen einem Edikt und dem nächsten in die Autokratie abstürzt."
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