Financial Times - Großbritannien | Donnerstag, 18. Dezember 2008
Ukraine muss russischem Druck widerstehen
Die Wirtschaftszeitung Financial Times gibt der Ukraine ein paar gute Ratschläge für ihre laufenden Verhandlungen mit der russischen Gazprom: "Statt sich dauernd als Opfer von russischem Mobbing hinzustellen, sollte sie [die Ukraine] ihre Verhandlungsposition stärken. Erstens sollte sie Gasschulden pünktlich bezahlen, damit Rückstände nicht wie gewöhnlich zur Waffe in der Hand von Gazprom werden. Dann muss sie die angefangenen Binnenmarktsreformen abschließen, damit das Gas in eine Richtung auf transparente Weise zu den Verbrauchern fließt und das Geld auf legale Weise zurück in die andere Richtung. Und letztlich muss Kiew in Zusammenarbeit mit Moskau das Versprechen erfüllen, die Zwischenhändler aus dem Geschäft auszuschließen, und einen direkten Handel mit Gazprom abschließen. Nichts davon wird leicht sein, angesichts der innenpolitischen Verwirrung in der Ukraine, der ungezügelten Korruption im Gashandel und des schweren Drucks, den die weltweite Wirtschaftskrise auf Kiew ausübt. Aber wenn es einmal so weit ist, wird die Ukraine in einer bedeutend besseren Position sein, dem russischen Druck zu widerstehen."
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