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La Libre Belgique - Belgien | Dienstag, 2. Mai 2006

De Smet über Geschichtsleugnung

Francois de Smet, Vize-Chef der Bewegung gegen Rassismus, Antisemitismus und Xenophobie (MRAX), hält Geschichtsrevisionismus für eine der schlimmsten Formen des Rassismus. "Ein Völkermord ist kein gewöhnliches Massaker, da es auf einer politischen Planung der vorsätzlichen Ausrottung eines Volkes beruht, und daher immer auf einer xenophoben Ideologie. Es gibt keinen Kampf gegen Rassismus, wenn man sich nicht ständig vor Augen führt, wohin er in seiner Endphase führt: Zur physischen Vernichtung des Anderen, weil er anders ist. Deshalb ist das Verbot der Geschichtsleugnung eine legitime Einschränkung der Pressefreiheit: Wenn man zulässt, dass man den Genozid an Juden, Tutsis und Armeniern frei billigen oder leugnen kann, trägt das unweigerlich dazu bei, die Ideologie, die diese Massaker zugelassen hat, indirekt zu legitimieren."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 2. Mai 2006

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