Heti Világgazdaság - Ungarn | Freitag, 9. Januar 2009
Rechtsradikale Partei profiliert sich mit Roma-Hetze
Die Wochenzeitung HVG kommentiert die Tatsache, dass die rechtsradikale Partei Jobbik die liberale und ehemalige Regierungspartei SZDSZ in den Meinungsumfragen überholt habe. "Jobbik konnte sich vor allem mit einer Hetzkampagne gegen die Roma profilieren. ... Bei den Nazis in Deutschland ... waren es die Juden, nach dem Zweiten Weltkrieg waren es die Sudetendeutschen und - in der Slowakei - die Ungarn, im ehemaligen stalinistischen System wiederum waren es die Aristokraten und Unternehmer, später dann die Kulaken [Großbauern]. In den Augen der ungarischen Neonazis [Jobbik] wird die Rolle der 'schuldigen Rasse' von den Roma eingenommen. Sie werden nicht müde, ihre radikalen, vorurteilsbeladenen Urteile hinauszuposaunen: ... Besonders tragisch ist, dass diese überzogenen Urteile ihren Wahrheitskern haben. Nicht nur die Politik, sondern auch die Zivilgesellschaft - die Elite der Roma natürlich inbegriffen - ist seit langen Jahrzehnten die Lösung der aufgehäuften Probleme der Roma schuldig geblieben."
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Alle verfügbaren Texte von » László Szentirmay
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