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Magyar Nemzet - Ungarn | Montag, 19. Januar 2009

Verworrenes Europa

Die konservative Tageszeitung Magyar Nemzet schreibt über die umstrittene 'Entropa'-Installation des tschechischen Künstlers David Cerny in Brüssel. "Die tschechische EU-Ratspräsidentschaft hat gleich mit einem Skandal begonnen. ... Das Kunstwerk zeigt die einzelnen EU-Länder anhand von Negativklischees. Die Bulgaren und Slowaken empörten sich umgehend. Auch die Deutschen waren nicht gerade erfreut, dass sie durch Autobahnknotenpunkte symbolisiert werden, die an Hakenkreuze erinnern. Dass die Iren wiederum ins gemeinsame Wasser pinkeln, ist wohl ein Hinweis darauf, dass der Lissabon-Vertrag wegen Irland noch nicht in Kraft getreten ist. Großbritannien erscheint in dem Kunstwerk gar nur als Leerstelle. Auch dies ist als Seitenhieb zu verstehen, proklamiert doch das Land immer wieder seine Insel-Distanz zur EU. Der Name der an ein Puzzle erinnernden Installation setzt sich übrigens aus den Wörtern 'Entropie' und 'Europa' zusammen. In der Alltagssprache steht Entropie für Unordnung und Verworrenheit."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 19. Januar 2009

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