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Delo - Slowenien | Montag, 26. Januar 2009

Krise kündigt sich an

Die Tageszeitung Delo kritisiert die Politik der EU und die Tatsache, dass das Schicksal der afrikanischen Flüchtlinge auf Lampedusa nur dann öffentliches Aufsehen erregt, wenn wieder einmal eine Tragödie passiert ist: "Die italienische und europäische Politik ... haben aus Lampedusa wieder ein Sammelbecken für Afrikaner gemacht. Sie wollen noch ein Lager bauen - früher hat man sie Konzentrationslager genannt - damit Europa und die Touristen Ruhe vor den Neuankömmlingen haben. Die Flüchtlinge sollen so lange im Lager warten, bis sie abgeschoben werden. ... Doch nur Ägypten nimmt seine Landsleute wieder auf, die anderen können nirgendwohin geschickt werden, sie haben nicht einmal Dokumente. Es gibt noch viele Lampedusas im Mittelmeer oder auf den spanischen Inseln im Atlantik. Von ihnen hören wir nur, wenn eine Tragödie geschieht ..., sonst tun wir so, als würden wir weder etwas hören noch sehen. Wir haben unsere eigenen Sorgen. Es gibt eine Krise, aber wir haben keine Zeit darüber nachzudenken, wie unsere Schicksale miteinander verflochten sind und dass die armen Bootsflüchtlinge Teil unserer Welt sind."

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