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Rue89 - Frankreich | Sonntag, 1. Februar 2009

Über das Recht abzuschalten

Die Internet-Nachrichtenseite rue89.com reflektiert über das Recht, sich der digitalen Welt zu entziehen: "Die Initiativen, die uns von den Bildschirmen wegbringen sollen, werden immer zahlreicher. Diese Initiativen erscheinen albern in einer Zeit, in der so viele ein Recht auf [Internet-] Anschluss fordern. ... Ist Abschalten ein Luxus für Geeks, Liebhaber oder Privilegierte? Abschalten kommt Abgrenzung und Ungehorsam gleich, erinnert uns der Moderator der Radiosendung 'Place de la Toile', Thomas Baumgartner. Präzise gesagt: es ist nicht so, dass wer abschaltet, keine Verbindung hat oder die Technologie nicht nutzt. Vielmehr lehnt er sie aus freien Stücken ab. Doch was verbirgt sich hinter dieser radikalen Forderung nach Abschalten, fragt der Professor der Sozialwissenschaften, Pierre Mounier. Das Bedürfnis, den Computer auszuschalten oder in vom Netz nicht abgedeckte Zonen zu gehen, beweist vor allem, dass wir die Werkzeuge noch nicht gut beherrschen. Hätten wir eine bessere Kontrolle über unsere Interaktionen mit der Maschine, wäre nichts dagegen einzuwenden, dass die technischen Geräte ständig vernetzt bleiben. In der physischen Welt haben wir Grenzen gezogen, um unser Privatleben abzugrenzen und aufzubauen. Das ist im Bereich der neuen Technologien noch nicht der Fall."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 2. Februar 2009

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