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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Freitag, 6. Februar 2009

Janusz Reiter und Wolfgang Ischinger über die transatlantischen Beziehungen

Das transatlantische Verhältnis ist mehr als ein politisches Zweckbündnis, reflektieren Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, und Janusz Reiter, ehemaliger polnischer Botschafter in Deutschland und in den Vereinigten Staaten, in einem Gastbeitrag in der konservativen Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung. Wichtige Impulse dafür könne die Münchner Sicherheitskonferenz liefern: "Die Erneuerung des transatlantischen Verhältnisses erfordert eine Debatte über strategische, insbesondere geopolitische, und ökonomische Interessen beider Seiten. In der Klimapolitik können wir völlig gleichberechtigte 'Partners in leadership' sein. Wir mögen verschiedene Wege gehen, sind uns aber über das Ziel einig. In der Energiesicherheitspolitik sind die Interessen im Grundsatz identisch, in der Praxis kompatibel. Da Russland hier sowohl Teil der Lösung als auch Teil des Problems ist, wird insbesondere in diesem Bereich die transatlantische - und innereuropäische - Fähigkeit zur Kooperation auf die Probe gestellt. Europa verfügt über so gut wie alle ökonomischen Instrumente, um ein effizientes gesamteuropäisches Energiesicherheitssystem aufzubauen. Es braucht die Zusammenarbeit mit Amerika, um dieses Projekt in ein strategisches Gesamtkonzept einzubinden. ... Die stärkste Macht der atlantischen Gemeinschaft war und bleibt die Macht der Ideen und der gemeinsamen Grundwerte. Diese Macht brauchen wir angesichts der gewaltigen Herausforderungen mehr als je zuvor."

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