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The Times - Großbritannien | Montag, 9. Februar 2009

Über die ethischen Grenzen der Gentechik

Die Tageszeitung The Times macht sich Gedanken über die Möglichkeiten und Grenzen der Gentechnik und fordert eine öffentliche Debatte: "[Gentechnik] wird eine sehr viel genauere Vorhersage und ein Screening für Konditionen wie Diabetes, Herzerkrankungen und viele Krebserkrankungen ermöglichen, selbst bevor Symptome sichtbar sind. ... Die Grenze zum Fortschritt ist nicht mehr eine technologische. Sie besteht darin, dass wir als Nation noch festzulegende ethische Positionen finden müssen. Der wichtigste Vorbehalt ist der Informationszugang. Obwohl ein Individuum ein Interesse daran haben wird, dass sein Doktor diese Information liest, könnte er nicht - und im Falle schlechter Nachrichten wird er nicht - den gleichen Zugang für seine Versicherung oder seinen Arbeitgeber wollen. ... Werden wir eine genetische Veranlagung als einen Grund für eine Verringerung des Strafmaßes vor Gericht zulassen? Selbst wenn die Frage des Informationszugangs entschieden ist, gibt es viele andere heikle Fragen, zu welchem Nutzen genetische Information eingesetzt werden kann. ... Zum Beispiel: Sollten Eltern das Recht haben, ihre Kinder auf Krankheiten zu testen, die sich später im Leben entwickeln? Was ist, wenn sich ein Elternteil weigert, einem Test zuzustimmen, der eindeutig im Interesse des Kindes liegt? ... Unsere wissenschaftliche Bildung läuft unserer ethischen Weisheit voraus, und dies ist jetzt ein Argument, das die frische Luft einer öffentlichen Debatte braucht."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 9. Februar 2009

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