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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Dienstag, 17. Februar 2009

Polnischer Unmut über Vertriebenen-Gedenkstätte

Anlässlich der jüngsten Äußerungen des polnischen Deutschland-Beauftragten Wladyslaw Bartoszewski zur möglichen Berufung von Vertriebenenpräsidentin Erika Steinbach in den Rat der 'Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung' schreibt die links-liberale Tageszeitung Süddeutsche Zeitung: "[Bundeskanzlerin] Angela Merkel, [Bundespräsident] Horst Köhler, der frühere Ministerpräsident Bernhard Vogel, der langjährige Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken Hans Maier und viele andere haben immer wieder versucht, Bartoszewski zu verdeutlichen, dass der Bund der Vertriebenen längst nicht mehr Polen anklagt und keine Forderungen erhebt. ... Nun stellt Bartoszewski Erika Steinbach, die ihre politische Karriere in deutsch-israelischen und christlich-jüdischen Gremien begonnen hat, auf eine Stufe mit dem Holocaust-Leugner [Richard Williamson]. Das macht seine alten Freunde schlicht fassungslos. Bartoszewski hat sich völlig verrannt - und eben wegen seiner Verdienste hat dies eine tragische Note."

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