La Stampa - Italien | Mittwoch, 25. Februar 2009
Bei EU-Wahlen sind rumänische Immigranten und Italiener gleich
In der liberalen Tageszeitung La Stampa wehrt sich Enrico Bettiza gegen die Vorwürfe eines anti-rumänischen Ausländerhasses in Italien: "Das Problem der Kriminalität besteht. ... Sicher, sie betrifft nur ein Prozent der rund eine Million starken rumänischen Bevölkerungsgruppe. ... Aber dieser Prozentsatz ergibt die nicht unerhebliche Zahl von rund 10.000 Personen, die etwa vergleichbar mit der Zahl derer ist, die von [dem französischen Staatschef Nicolas] Sarkozy wieder in ihr Land zurückgeschickt wurden. ... Es sind die verbleibenden 990.000 - die größte ausländische Bevölkerungsgruppe in Italien - die gegen ihren Willen unter dem unmoralischen Druck und der ethnischen Färbung leiden. … Die Regierungen beider Seiten warten gespannt auf den ersten Test der europäischen Identität der rumänischen Gemeinschaft, die als erste einen italienischen Kandidaten für das [europäische] Parlament in Straßburg wählen wird. Es ist das erste Mal, dass die rumänischen Immigranten den italienischen Wählern in der Ausübung ihrer Rechte und Pflichten als europäische Bürger vollkommen gleichgestellt sind."
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