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The Guardian - Großbritannien | Dienstag, 3. März 2009

Politische Lösung für Gaza finden

Auf einer internationalen Geberkonferenz in Sharm-el-Sheikh haben die teilnehmenden Staaten vier Milliarden Euro für den Wiederaufbau der Infrastruktur in Gaza versprochen. Die Tageszeitung The Guardian meint, dass aber in erster Linie eine politische Lösung für Gaza gefunden werden müsse. "Israels Blockade von Gaza, die das [Nahost-] Quartett [UN, USA, EU und Russland] unterstützte, wird nun weithin als Versagen betrachtet. ... Bislang ist niemand bereit, über einen Weg nachzudenken, mit dem man die Bedingungen umgehen kann, die Israel und das Quartett für die Beendigung der Isolation der Hamas festlegten. Die Hamas wird Israel nicht anerkennen. Wenn sie das täte, würde eine andere und extremere Gruppe die Zügel übernehmen. Aber es ist ebenso klar, dass die Hamas in einer Regierung der nationalen Einheit aufgenommen werden muss, wenn sich der Frieden durchsetzen soll. Die einzige geringe Chance liegt in den Versöhnungsgesprächen zwischen der Fatah und der Hamas, zwei Gruppen, die sich gegenseitig zur Zeit mehr hassen als ihre Besetzer. Ohne ein grundlegendes Umdenken, wie man die Hamas politisch einbinden kann, will die internationale Gemeinschaft den Zweck heiligen, während sie weiterhin die Mittel verweigert."

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