The Daily Telegraph - Großbritannien | Mittwoch, 4. März 2009
Obama denkt quer
Zu dem möglichen Verzicht der USA auf den Raketenschild in Ostmitteleuropa im Falle einer russischen Kooperation, schreibt die Tageszeitung The Daily Telegraph: "Die Initiative ist Teil eines breiter angelegten Versuchs der neuen [US-]Regierung, nach der Unterkühlung der Bush-Jahre wieder gute Beziehungen zu Russland herzustellen. Dass Russland noch nicht geantwortet hat, ist wahrscheinlich der Grund dafür, dass die Details des 'geheimen' Briefs jetzt durchgesickert sind. Trotzdem wird Moskau es nicht eilig haben, auf [Barack] Obamas Angebot zu reagieren. Wahrscheinlich wird es bis nach dem ersten Treffen von Obama und [dem russischen Präsidenten Dmitrij] Medwedjew beim dem G20-Gipfel nächsten Monat in London keine Reaktion geben. Ein Entzug der russischen Hilfe hätte ernste Implikationen für den Iran. Zumindest würde es sein Atomprogramm bedeutend verzögern. Der amerikanische Präsident hat damit frühzeitig angedeutet, dass er mit Blick auf das dringendste außenpolitische Dilemma der USA zum Querdenken bereit ist."
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