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Le Monde - Frankreich | Donnerstag, 5. März 2009

Presse als öffentlicher Dienst

Die Tageszeitung Le Monde kommentiert die Ankündigung von Präsident Nicolas Sarkozy, der französischen Presse eine Unterstützung von 600 Millionen Euro auf drei Jahre zu gewähren: "Wenn die Herausgeber das Engagement des Staats auch einstimmig begrüßten, so fanden doch einige rechte und linke Kommentatoren so viel Großzügigkeit verdächtig. ... Die Staatsförderung lässt sich rechtfertigen, wenn man die Presse als öffentlichen Dienst betrachtet, auch wenn sie nicht dem Staat gehört. ... Soweit sind wir noch nicht. Aber die Amerikaner denken ernsthaft über den Übergang zu einem 'nicht kommerziellen' Journalismus nach. Da die Printmedien ihre Leser verlieren und die digitalen Medien noch kein Wirtschaftsmodell gefunden haben, hat sich jenseits des Atlantik die Idee breitgemacht, die Presse durch Stiftungen und großzügige Mäzene finanzieren zu lassen und sie damit der Marktwirtschaft zu entziehen."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 6. März 2009

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