De Standaard - Belgien | Freitag, 6. März 2009
Verkauf von Staatsbank birgt zu viele Risiken
Die belgische Regierung steht vor der Entscheidung über den Verkauf der bislang staatlichen Krisenbank Fortis an die französische Bank BNP Paribas. Die Tageszeitung De Standaard fragt, warum der Staat die Bank angesichts der schlechten Verkaufsbedingungen nicht behält: "Ökonomen waren sich in den vergangenen Monaten nicht einig, ob unser Land dieses Risiko tragen kann, vor allem auch, weil [die Banken] Dexia und KBC noch immer nicht aus der Gefahrenzone sind. Aber zu den Bedingungen, die BNP Paribas in den vergangenen Tagen stellte, ist das Risiko für Belgien bei einem Verkauf mindestens so groß wie bei einem Nicht-Verkauf. Welche Entscheidung die Regierung auch trifft, die Aktionäre der Fortis Holding, die im vergangenen Monat den Verkauf an BNP Paribas verhinderten und damit neue Verhandlungen erzwangen, dürfen sich für das auf die Schulter klopfen, was sie mit ihrer Nein-Stimme geschafft haben. Denn wer profitiert nun eigentlich von den neuen Verhandlungen - außer den Anwälten? ... Die belgischen Steuerzahler werden mit noch mehr Risiken und möglichen Verlusten belastet als jetzt schon der Fall ist."
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