La Repubblica - Italien | Mittwoch, 11. März 2009
Das Urheberrecht ist tot
An seinem 300. Geburtstag sei das Urheberrecht gestorben, schreibt die Tageszeitung La Repubblica. Dabei befinde sich die Glaubwürdigkeit des Copyright nicht in der Krise: "Im Gegenteil, die immer schwächere Begriffsdefinition des 'geistigen Eigentums' hat seine Popularität gesteigert. … Derzeit läuft in Stockholm ein Prozess gegen [das Tauschbörsenportal] Pirate Bay, der die Regeln neuschreiben soll. ... Die Verurteilung der schwedischen Piraten, die im Meer der Internet-Informationen gefischt und rund 22 Millionen Kunden das Ergebnis gratis zur Verfügung gestellt haben, würde als Präzedenzfall dienen, um die Aggressivität eventueller Nachahmer zu stoppen. Die Wächter des Copyrights hoffen, auch im Bereich der Telekommunikationsriesen abzusahnen. Das Ziel ist, die Internetdienstleister zu überzeugen, bei der Jagd auf Urheberrechtsverletzungen mitzumachen, um sich nicht als Mittäter schuldig zu machen. ... Die Verteidiger des Urheberrechts versuchen ihrerseits, sich ihre Totengräber zunutze zu machen: sie wollen Nutzungsgebühren auf Datenträger wie USB, MP3, gebrannte CDs und Mobiltelefone, einführen."
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