Le Monde - Frankreich | Mittwoch, 11. März 2009
IWF-Almosen für arme Länder
Nach der Konferenz des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Tansania kritisiert die Tageszeitung Le Monde die geringen Hilfen, die die Organisation den ärmsten Ländern der Erde in der Krise geben will: "Knapp 25 Milliarden Dollar. ... Das ist die Hälfte der von [dem New Yorker Börsenmakler Bernard] Madoff veruntreuten Gelder. ... Dies ist der Beitrag der vom Internationalen Währungsfonds geschätzten Nothilfe, um die 22 - größtenteils afrikanischen - Länder mit niedrigem Einkommen zu retten, die vom Finanz-Tsunami ... getroffen wurden. ... Das ist ein Wassertropfen, ein Almosen. Die Globalisierung ... verschärft die Ungerechtigkeit. Die reichen Länder zahlen den hohen Preis für die Auswirkungen der Kredit-Krise. In Afrika ist man von Subprime-Krediten Lichtjahre entfernt. Aber der Einbruch der Rohstoffnachfrage verursacht einen alarmierenden Wachstumsfall. Durch die ... 'große Rezession' werden die Armen ärmer, und mit sozialen und politischen Unruhen wird die Hilflosigkeit des Gebiets südlich der Sahara zunehmen."
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