The Times - Großbritannien | Freitag, 13. März 2009
Madoffs Dreistigkeit
Die Tageszeitung The Times kommentiert den Fall des New Yorker Börsenmaklers Bernard Madoff, der seine Investoren laut Schätzungen um rund 65 Milliarden Dollar gebracht haben soll: "Das Ausmaß des Betrugs war so dreist, ... dass selbst eine Welt, die glaubte, nicht mehr schockiert werden zu können, ihren Augen nicht trauen wollte. Zu einer Zeit, in der Arbeiter ihre Jobs verlieren, Investoren ihre Ersparnisse verlieren und Banken Respekt verlieren, während sie unter dem Gewicht ihrer eigenen törichten Kreditvergabe zusammenbrechen, ist Madoffs Betrug ein Symbol von Gier, Schwindel und finanzieller Perversion geworden. Wenn die Geschichte der Rezession geschrieben wird, braucht Madoff ein eigenes Kapitel. Es wäre schön zu denken, dass ein britischer Madoff ein ähnliches Schicksal erleiden würde. Aber angesichts der Art und Weise wie britische Regulierer zuweilen die vage Grenze zwischen Sorglosigkeit und Kriminalität überwachen, wäre das wohl ein Fehler."
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