Cotidianul - Rumänien | Montag, 16. März 2009
Auflodern des Nationalismus
Die Autonomiebestrebungen des mehrheitlich ungarisch bewohnten Szeklerlandes in Rumänien, wo am Wochenende der ungarische Nationalfeiertag gefeiert wurde, sind vielen Rumänen ein Dorn im Auge. Die Bukarester Tageszeitung Cotidianul kommentiert: "Der Nationalismus scheint in letzter Zeit auch den Präsidenten Traian Băsescu zu motivieren. Vor zwei Wochen sprach er in [den Regionen] Harghita und Covasna, das Grundgesetz mit Trikolore in der Hand schwenkend, über die 'ethnische Säuberung' der Magyaren aus der Region an den Rumänen. ... Ein nationalistisches Thema lenkt zwar von Jobverlusten und verminderter Kaufkraft ab, ist aber ein zweischneidiges Schwert. In Zeiten von Wirtschaftskrise und Armut treten interethnische Konflikte leichter auf. Nicht zufällig gibt es jetzt, in der Krise, wieder Attentate in Nordirland - der wirtschaftliche und soziale Frust kann gegen den jeweils 'Anderen' gesteuert werden. Das Auflodern des Nationalismus, bei Rumänen wie Magyaren, wirft uns um fast zwanzig Jahre zurück, als in Târgu-Mureş auf offener Straße gekämpft wurde."
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Alle verfügbaren Texte von » Laura Cernahoschi
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