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Frankfurter Rundschau - Deutschland | Dienstag, 17. März 2009

Berichterstattung über Amoklauf sprengt jedes Maß

Die Berichterstattung über den Amoklauf, bei dem ein Schüler im süddeutschen Winnenden zunächst 15 Menschen und danach sich selber erschoss, kritisiert die links-liberale Tageszeitung Frankfurter Rundschau: "Die Zuversicht, dass hinsichtlich der medialen Aufbereitung von Schreckensmeldungen Lehren aus den Schulkatastrophen von Erfurt, Emsdetten und anderswo gezogen worden sein könnten, wurde in Winnenden enttäuscht. Das Rattenrennen um die schnellste Information und die Zugänge zum Geheimnis des Bösen hat sich beschleunigt. Rasend verbreiteten sich Twitter-Meldungen unmittelbar nach den ersten Schüssen, und verwackelte Handybilder vom sterbenden Täter gingen alsbald über die einschlägigen Online-Portale. Bei der Wahl der Bilder entscheidet nicht mehr die Tiefenschärfe. ... Wer jetzt nach journalistischer Etikette oder gar Medienethik ruft, verkennt die Dynamik, der die neuen Informationstechnologien unterliegen. In einer Medienmaschinerie, in der jeder Sender und Empfänger ist, gibt es keinen Knopf zum Abschalten mehr."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 17. März 2009

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