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Fakt - Polen | Freitag, 20. März 2009

Klaus Bachmann über den engen Horizont von Deutschen und Polen

Klaus Bachmann, deutscher Politikprofessor und ehemaliger Korrespondent in Warschau, kritisiert in der polnischen Tageszeitung Fakt die Diskussionskultur zwischen Polen und Deutschen: "Die deutsch-polnischen Beziehungen wurden in den vergangenen Jahren vor allem durch eines belastet: durch den allzu engen Horizont derer, die darüber diskutieren. Wenn man auf das schaut, was sich zwischen Berlin und Warschau abspielt, dann kann man sich tatsächlich nicht des Eindrucks verwehren, dass die Deutschen Polen paternalistisch behandeln - arrogant und von oben herab ... Aus dieser Perspektive ist die Gründung des 'Sichtbaren Zeichens' und die Teilnahme von Erika Steinbach der antipolnische Versuch, die Geschichte des Zweiten Weltkrieges umzuschreiben - ganz so, als seien die Deutschen die Opfer gewesen und die Polen hätten auf der Seite der Täter gestanden. Dieses Bild relativiert sich etwas, wenn wir als Anknüpfungspunkt das nehmen, was derzeit in Europa geschieht. Dann ist plötzlich das Rohr durch die Ostsee [geplantes deutsch-russisches Pipeline-Projekt, das Polen ablehnt] nicht ein Projekt, das sich gegen Polen richtet, sondern der Versuch, die Energiezulieferungen für Westeuropa zu diversifizieren."

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