Jornal de Negócios - Portugal | Mittwoch, 25. März 2009
Finanzaufsicht für europäischen Fußball
Auf seinem Kongress im dänischen Kopenhagen hat das Exekutivkomittee des europäischen Fußballbundes UEFA die Einführung eines Finanzkontrollausschusses für Fußballvereine befürwortet. Die Wirtschaftstageszeitung Jornal de Negócios fragt: "Hat die UEFA Recht? Ja, aber nur wenn die UEFA nicht versucht, sozialistische Grundsätze in der Verwaltung einer Industrie einzuführen, die sich bislang so gut durch die Marktregeln regiert hat. Die Spielergehälter sind ein gutes Beispiel: die UEFA wollte diese nach oben begrenzen lassen. Sogar die Einführung des Verwaltungsmodells der US-Fußball-Liga Major League Soccer wurde in Betracht gezogen. Doch dies wäre nur sinnvoll, wenn die UEFA, statt eine Zahl festzulegen, eher die Ausgaben für Gehälter und Transfers an einen bestimmten Prozentsatz der Einnahmen des Vereins binden würde. Der Prozentsatz könnte zwischen 50 und 55 Prozent liegen. Damit würde das finanzielle Fairplay, das die UEFA erreichen will, gesichert und auch Verwaltungsfehler vermieden, die zum Bankrott historischer Institutionen führen könnten."
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