Dziennik Gazeta Prawna - Polen | Freitag, 27. März 2009
Lustrationsende ist weiterer Grund für Abwendung von Kirche
Die Katholische Kirche hat in Polen vor kurzem die so genannte Lustration oder 'Durchleuchtung' beendet. In diesem Rahmen wurden alle Priester auf eine mögliche Zusammenarbeit mit dem kommunistischen Geheimdienst untersucht: Der Kommentator Piotr Zaremba hält dies für einen schlechten Schritt, weil die Kirche dadurch einen Vertrauensschaden erleide: "Fungierte der Prälat Henryk Jankowski als geheime Informationsquelle für die kommunistische Staatssicherheit? Es sieht ganz danach aus, dass er das getan hat. Natürlich ist er für diejenigen, die dagegen sind, die Materialien aus dieser Zeit zu untersuchen, nur ein Opfer des Instituts IPN [Institut des Nationalen Gedenkens]. Doch selbst wenn diese die Augen verschließen ... , wird die Wirklichkeit nicht aufhören, zu existieren. Sie wird es weiter geben. Ich behaupte zwar nicht, dass sich aus diesem Grund die Massen von der Kirche abwenden werden - denn die Laisierung hat andere Gründe. Doch ich behaupte, dass die Kirche einen weiteren Grund geliefert hat, dass wir ihr nicht mehr mit vollständigen Vertrauen begegnen können. Das ist traurig."
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