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Le Temps - Schweiz | Montag, 20. April 2009

Erste Antirassismuskonferenz trotz Entgleisungen ein Erfolg

In der Tageszeitung Le Temps verteidigt die UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay die erste Antirassismuskonferenz in Durban im Jahr 2001, bei der es zu antisemitischen Entgleisungen gekommen war: "Kein Staat ist frei von Rassismus, sozialer Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit. Es sind keine Fragen, die ausschließlich dem Norden oder Süden gehören. Solche Übel überqueren Grenzen und Regionen. ... Der Holocaust, die ... Balkankriege und der Völkermord in Ruanda ... zeigen, dass extreme Erscheinungsformen rassistischer Gewalt weiterhin eine Bedrohung darstellen. Es gibt auch zahlreiche Beispiele geringeren Ausmaßes, die aber auch tolerierte oder ignorierte Formen des Hasses sind. ... Mir ist völlig bewusst, dass die Weltkonferenz 2001 von antisemitischen Entgleisungen einiger NGOs am Rande des Gipfels getrübt wurde. Trotz dieser anstößigen Zwischenfälle hat die Konferenz aber ihr Hauptziel erreicht. Zum ersten Mal wurde eine Weltstrategie zur Bekämpfung des Rassismus auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene ausgearbeitet."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 20. April 2009

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