Sme - Slowakei | Dienstag, 21. April 2009
Ungarns Wirtschaftspolitiker genießen keinerlei Vertrauen
Die liberale Tageszeitung Sme kommentiert das Krisenprogramm des umgebildeten ungarischen Kabinetts, das seit vergangener Woche regiert: "Einer der Grundpfeiler des Programms des neuen Premiers Gordon Bajnai lautet Vertrauen. Über die Notwendigkeit, dies in der Welt und bei der eigenen Bevölkerung zurückzuerlangen, spricht der Regierungschef häufig. ... Doch schon ein Blick auf die Zusammensetzung der neuen Regierung zeigt, warum es an diesem Vertrauen mangelt. Die Mehrheit [der Minister] diente schon unter den bislang regierenden Sozialisten. Auch der neue Premier saß seit 2006 im Kabinett seines Vorgängers Ferenc Gyurcsány. ... Diese Minister tragen die volle Verantwortung für den schrittweisen wirtschaftlichen Niedergang. ... Die erste Version des Sparpakets enthält zwar Schritte, nach denen die ungarischen Ökonomen schon seit Jahren rufen. Nur wenige aber glauben, dass sie von einer Regierung durchgesetzt werden können, in der mehrheitlich Minister sitzen, die bis vor kurzem noch genau das Gegenteil der jetzigen Regierungsrhetorik verkündeten."
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