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De Morgen - Belgien | Dienstag, 28. April 2009

Verkauf von Fortis an Frankreich ist unsinnig

Sieben Monate nach dem Zusammenbruch der belgischen Großbank Fortis müssen die Aktionäre entscheiden, ob das Kreditinstitut an die französische Bank BNP Paribas verkauft wird. "Ein Nein ist nicht dumm", schreibt die Tageszeitung De Morgen. "Belgien ist fast das einzige Land, das in dieser Krise seine größte Bank ans Ausland verschachert hat. Dafür hat sich die Regierung sehr viel Mühe gegeben. Denn die Obrigkeit hatte nach dem Fortis-Urteil des Berufungsgerichts ausreichend Möglichkeiten, BNP Paribas wegzuschicken. Warum hat sie das nicht getan? ... Wenn ihr dieser Verkauf nicht mal leid tun wird. Die belgische Wirtschaft braucht Finanzierungen, um durch die Krise zu kommen. Man muss abwarten, wie schnell belgische Betriebe Kredite bekommen, wenn sie bald bei der französischen Gruppe Geld leihen müssen. Bei großen Krediten droht die Entscheidungsmacht sicher nach Paris umzuziehen. ... Belgier sind naive Europäer. In dem Moment, in dem unsere Nachbarländer die nationalistische Karte ziehen und nicht davor zurück schrecken, ihre Banken zu retten, verkaufen wir in Panik unsere größte Bank."

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