Sega - Bulgarien | Donnerstag, 14. Mai 2009
Die EU-Kommission versucht, bulgarische Stimmen zu kaufen
Die EU hat einen Teil der wegen Korruption eingefrorenen Finanzhilfen für Bulgarien freigegeben. Das Land erhält 115 Millionen Euro für den Bau einer Autobahn. Die Kommission mache damit deutlich, dass sie erwartet wiedergewählt zu werden, schreibt die Tageszeitung Sega. "Da zählt die Stimme jedes einzelnen der 27 EU-Staaten. Bulgarien zu gewinnen, könnte sich nun für das Kabinett Barrosos als die leichteste Angelegenheit herausstellen. ... Wenn es überhaupt etwas Wertvolles in der EU-Mitgliedschaft Bulgariens gibt, ist das nicht das fremde Geld, sondern die gemeinsamen Regeln. Egal wieviel Eurogeld nun in den Staat fließt, es wird seinen mafiösen Ruf nicht ändern, weil das Geld immer in dieselben stehlenden Hände fällt. Brüssel ist beim Versuch gescheitert, diese Hände zu fesseln. Es sollte sich diese Blamage eingestehen und nicht die Bürger aufs Korn nehmen, die noch immer an die Autoritäten glauben wollen."
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