Le Temps - Schweiz | Freitag, 15. Mai 2009
Italiener erheben sich gegen den Döner
Die Tageszeitung Le Temps kommentiert die derzeitige Anti-Döner-Kampagne und die feindliche Einstellung gegen das so genannte "ausländische Fastfood" in Italien: "Mann soll vermeiden, Kebab zu essen. Er ist fett, salzig und er verklebt die Adern. ... Außerdem wird er im Allgemeinen von Ausländern hergestellt, die nicht alle Garantien für eine gute Anpassung an die italienische Ernährungsweise geben können. ... Neben den Kebabs zielt die Auseinandersetzung auch auf das Chop-Suey-Hähnchen und den Fisch im Sushi ab. Weiß man, woher sie kommen? Die französische Küche bleibt verschont. Die diätetischen Tugenden von Steak-Pommes-Béarnaise sind weiterhin überzeugend. ... Als Land der vitaminhaltigen Gastronomie und der glorreichen Gemüse wäre Italien geeignet, sich in eine breit angelegte Kampagne für den kalorienarmen Kebab zu stürzen. Wenn es nur um gesunde Ernährung gehen würde. Aber auch andere Aspekte spielen eine Rolle. Der Schutz der gastronomischen Traditionen zum Beispiel. ... Und schließlich nationale Präferenzen."
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Alle verfügbaren Texte von » Sylvie Arsever
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