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Dilema Veche - Rumänien | Freitag, 29. Mai 2009

Holocaust in Osteuropa ist zentral für Geschichte Europas

Die Wochenzeitschrift Dilema Veche schreibt über den US-Historiker und Osteuropa-Experten Timothy Snyder: "Seiner Meinung nach haben sowohl Nazismus als auch Kommunismus eine Politik der systematischen Massenmorde entworfen und umgesetzt - das verbindet sie. In beiden Systemen - im Nazismus und im Kommunismus - gab es in Osteuropa die meisten Opfer. [Das Konzentrationslager] Auschwitz ist weltweit das Hauptsymbol des Holocaust. Doch, so sagt Snyder, ... die meisten Juden starben in den osteuropäischen Ländern (die Sowjetunion eingeschlossen), entweder in der Haft oder bei der Deportation. Während man im Westen über den Holocaust reden konnte, war das Thema in den osteuropäischen Ländern 50 Jahre lang ein Tabu. Jetzt kann man darüber reden. Jetzt erscheinen Dokumente. Die Perspektiven über den Holocaust ändern sich und es zeigt sich, dass der symbolische Ort Auschwitz nicht das 'Zentrum', sondern nur die 'Peripherie' der Tragödie war. ... Die Geschichte Ost-Europas wird so zum zentralen Kapitel einer möglichen 'gemeinsamen Geschichte' Europas. ... Der Westen muss die jüngste Geschichte annehmen, auch wie der Osten sie sieht."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 29. Mai 2009

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