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Der Standard - Österreich | Sonntag, 11. Juni 2006

Gehört das Internet den Bürgern?

Chefredakteur Gerfried Sperl schreibt über die Beliebtheit des Bürgerjournalismus, aber auch über seine Gefahren: "Weil Blogging (seltener) und Posting (meistens) anonym passieren, können sie zu Instrumenten des Gegenteils der Meinungsfreiheit werden. Massive Verletzungen der Menschenrechte sind nur eines der Probleme. Irritationen das andere. Unter dem Namen 'George Bush' kann man jederzeit posten. Ist er's oder ist er's nicht? Wie reagieren Internet-Zeitungen darauf?" Oft würden Postings vor ihrer Durchschaltung auf medienrechtliche oder andere Tatbestände geprüft. "Absolute Sicherheit gibt es keine. Viele Blogger jedoch akzeptieren jede Art von Postings, weil sie letztlich nicht belangbar sind. Und die umgekehrt auch die Glaubwürdigkeit des Internet-Journalismus gefährden."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 16. Juni 2006

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